Fachwissen & Orientierung
Ein Barrierefreiheits-Audit untersucht eine definierte Auswahl von Seiten und Abläufen auf Nutzungshürden. Zensations in Wien kombiniert automatisierte Prüfungen mit manuellen Tests und ordnet Befunde den relevanten WCAG-Anforderungen zu.
Ein Audit braucht eine nachvollziehbare Auswahl: typische Seitentypen, Navigation und zentrale Prozesse. Dynamische Zustände wie Fehlermeldungen oder geöffnete Dialoge gehören ebenfalls dazu. Der Bericht sollte geprüfte Version, Umfang und Kriterien benennen. Eine Aussage über wenige ausgewählte Seiten darf nicht ohne Weiteres als Prüfung des gesamten digitalen Angebots verstanden werden.
Werkzeuge erkennen bestimmte technische Probleme, etwa fehlende Auszeichnungen. Ob ein Formular mit Screenreader verständlich ist oder der Tastaturfokus sinnvoll geführt wird, braucht zusätzliche manuelle Prüfung. Die WCAG 2.2 berücksichtigen unter anderem verdeckte Fokuszustände und zugängliche Authentifizierung. Welche Anforderungen zutreffen, wird am konkreten Ablauf überprüft.
Ein guter Befund beschreibt Fundstelle, betroffene Nutzung und eine mögliche Korrektur. Prioritäten helfen der Entwicklung, schwerwiegende Hürden zuerst zu bearbeiten. Nach Änderungen wird geprüft, ob das Problem tatsächlich gelöst ist und keine neue Barriere entsteht. Der Bericht ist eine Arbeitsgrundlage; Konformitätsaussagen müssen zum dokumentierten Umfang passen.