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Geschichten in Bildern erzählen – Visual Storytelling mit Instagram

Unser erster interner Instagram Workshop war ein voller Erfolg. Das konntet ihr ja in den letzten Tagen bereits auf unseren Kanälen sehen, auf denen die neuen Erkenntnisse gleich angewandt und festgehalten wurden. Wir wollen euch die Keyfacts zur Bilderapp Nummer eins natürlich nicht vorenthalten, deshalb haben wir eine Zusammenfassung für euch.

Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte.

Das dachten sich zwei App Entwickler im Jahr 2010 und brachten mit Instagram eine neue Fotoplattform und gleichzeitig ein neues soziales Netzwerk auf den Markt. Der ursprüngliche Gedanke war, seine eigene Geschichte mit Hilfe von Schnappschüssen aus dem Alltag zu erzählen. Eine Art “behind the scenes” aus dem eigenen Leben sozusagen. Heute teilen täglich 500 mio. aktive User insgesamt 95 mio. Fotos und Videos und verteilen dabei rund 4,2 mrd. Herzchen.

Wer sind diese User?

Die Mehrheit der Instagram Community ist weiblich und lebt in Städten. Instagramer suchen in der App nach Inspiration und Unterhaltung. 80% aller User folgen mindestens einem Businessprofil. Laut Hackernoon sind weltweit rund 40 mio. Menschen von der Foto-App abhängig. Sie sind bereits so konditioniert, dass sie automatisch ein Foto schießen, wenn sie einen #instamoment aufkeimen verspüren.

Seit der Übernahme durch Facebook, die 2012 erfolgte, geht es mit den (organischen) Reichweiten der einzelnen Beiträge kontinuierlich bergab. Nicht zuletzt durch die Einführung des neuen Algorithmus – der Umstellung von den neusten auf die “beliebtesten” Beiträge im News Feed – wird es zunehmend schwieriger, neue Profile und Personen zu erreichen. Die organische Reichweite hängt auch auf Instagram – ähnlich wie Facebook – von Faktoren wie der Anzahl der Interaktionen in einem kurzen Zeitraum und der durchschnittlichen Verweildauer auf dem Post ab. Wie kann man dieser Entwicklung entgegen wirken?

Was braucht man, um auf Instagram erfolgreich zu sein?

Diese Frage stellen sich heute viele Unternehmen, Influencer, Blogger aber auch Privatpersonen. Führt man sich diverse Accounts der großen InfluencerInnen inhaltsanalytisch zu Gemüte, ergibt sich folgendes Bild: Man braucht schöne Haare, köstlich aussehende Avocadobrote, ein Haus am Strand und den perfekten Beach Body dazu. Haben wir das alles nicht, müssen wir auf andere Tricks und Kniffe zurückgreifen.

Wer bin ich? – Profil vollständig ausfüllen

Es gibt zwei Arten von Konten: ein persönliches, das von jedem erstellt werden kann und ein geschäftliches, für dessen Erstellung man Admin einer Facebookseite sein muss. Diese beiden Profilarten unterscheiden sich seit einigen Monaten optisch voneinander: Im Businessprofil steht direkt unter dem Namen das Tätigkeitsfeld der Firma. Dieses entspricht der Angabe, die auf der Facebookseite gemacht wurde, wird also automatisch beim Import übernommen und kann nicht in der Instagram App bearbeitet werden. Außerdem hat man als Business-Instagramer die Möglichkeit, eine Emailadresse, eine Telefonnummer und eine Adresse anzugeben, die ebenfalls im Profil mit Buttons verlinkt werden können.

Doch die beiden Kontotypen haben auch einiges gemeinsam: Die sogenannte Bio, die Kurzbeschreibung, stellt die Visitenkarte eines Profils dar. Hier hat man 150 Zeichen Platz, um das wichtigste über sich zu erzählen. Formatierungen, Auszeichnungen und klickbare Links innerhalb des Bio-Texts werden nicht unterstützt. Man hat aber sowohl im persönlichen als auch im Businesskonto die Möglichkeit, eine “Webseite” anzugeben. Dieser Link ist klickbar und kann auch auf Unterseiten, die gerade besonders aktuell sind, führen.

Einheitsbrei? – Auf keinen Fall! Aber irgendwie doch...

Mit zur Visitenkarte gehört auf Instagram auch das erste Set der letzten 6-9 Fotos. Sie sollten zusammenpassen, eine klare Linie sollte erkennbar sein. Normalerweise ergibt sich diese automatisch durch ein Thema. Angenommen, ich betreibe ein Profil über Gärten, ergibt sich aus diesem Thema bereits, dass es auf meinen Fotos um Bienen, Blumen und Natur geht. Manchmal lassen sich Themengebiete aber nicht so genau eingrenzen. In diesem Fall empfiehlt es sich, zumindest auf eine einheitliche Bildsprache zurück zu greifen, Farben aufeinander abzustimmen und immer die gleichen Filter und Bearbeitungsmethoden zu wählen.

Wer will mich? – Beiträge richtig taggen

Verlinkt, was das Zeug hält. Natürlich innerhalb der App. Für einen externen Link hat man auf seinem Profil nur einen einzigen Platz – nämlich in der Kurzbeschreibung, wie oben beschrieben. Unter den einzelnen Beiträgen sieht man daher oft den Hashtag #linkinbio, der auf einen neuen Beitrag auf der Webseite aufmerksam machen soll. Es ist nicht möglich, direkt unter einem Beitrag einen klickbaren, externen Link zu setzen. Falls ihr doch nicht widerstehen könnt und unbedingt einen Link setzen wollt, haben wir einen Pro-Tipp für euch: Ein verkürzter und personalisierter bit.ly Link ist leicht zu merken und trackt auch gleich noch mit, wie oft er verwendet wurde. Allerdings dürfte sich diese Zahl in Grenzen halten, Instagram User verlassen die App tendenziell nicht gerne. Wir haben euch gewarnt. Doch es gibt einige andere Möglichkeiten, wie man Inhalte sichtbarer machen kann.

Keywords durchforsten: Hashtags

Hashtags sind die Keywords auf der Plattform. In der “Entdecken”-Ansicht können wir gezielt nach Hashtags suchen und so neue Profile finden, die interessanten Content für uns bereitstellen. Aber Achtung! Es muss auch mal Schluss sein – Instagram empfindet 30 Hashtags als genug. Das heißt, wenn ich in meiner überschwänglichen Motivation 31 # gesetzt habe, wird mein ganzer Text als “Spam” betrachtet und nicht angezeigt. Ohne Vorwarnung. Das Bild wird dennoch gepostet, erhält aber vermutlich wenig bis gar keine Aufmerksamkeit.

Umgebung absuchen: Geotags

Auch Geotags sollten bei jedem Beitrag genutzt werden. Ähnlich wie bei den Hashtags werden Bilder, die mit demselben Geotag versehen wurden, in einer Art Katalog gesammelt und so werden wieder neue Menschen, die sich vielleicht sogar in der Nähe befinden oder sich zumindest für den Standort interessieren, auf uns aufmerksam.

Get Social: andere Konten taggen

Auf einem Bild kann man bis zu 20 andere Profile markieren. Hier bieten sich Orte an, Geschäftspartner, Kunden, Mitarbeiter. Auch Marken oder Influencer, die auf das eigene Profil aufmerksam gemacht werden sollen, werden oft direkt am Bild verlinkt. Diese Markierungen werden gesammelt und sind am Profil der markierten Person/des Unternehmens/der Marke im Reiter “Bilder von mir” einsehbar.

Captivate me – Ködern mit der Caption

Wie bereits erwähnt, schlägt der Algorithmus auf die Verweildauer eines Posts an. Das heißt, wenn sich meine Follower meinen Post lange ansehen, stuft die App ihn als interessanter ein und zeigt ihn einem größeren Publikum. Schreibe ich nun einen ausführlichen Text, der die Geschichte meines Bildpostings aufgreift und genauer beleuchtet, der also den Betrachter des Bildes auch zum Lesen einlädt, schaffe ich genau das. Befindet sich am Ende des Texts auch noch eine Frage oder Aufforderung zu Kommentieren und es trudeln in weiterer Folge einige Kommentare unter dem Bild ein, wird auch das Publikum immer größer. Denn Interaktionen führen ebenfalls dazu, dass der Post eine höhere Reichweite erhält.

Stories erzählen

Der Ur-Gedanke hinter der Instagram App ist in den letzten Jahren nicht nur in den Hintergrund gedrängt, sondern ganz weit zurückgelassen worden. Heute regieren die Content Kings und Queens mit durchgestylten Feeds die Influencerwelt. Und auf weit im Voraus geplanten Feeds haben Schnappschüsse keinen Platz mehr. Auf diese Entwicklung reagierte Instagram selbst mit der Einführung von Stories im Jahr 2016. Damals wanderten vor allem jüngere User zur Instant-Foto-App Snapchat ab. Diese wollte man wieder zurückholen. Das dürfte auch gelungen sein: 300 mio. Menschen nutzen Instagram Stories täglich.

Ein kleiner Exkurs zum Vergleich: 178 mio. tägliche User konnte Snapchat im Q3 2017 verzeichnen, die App wächst damit zwar immer noch, jedoch verlangsamt sich das Wachstum stark. Während Snapchat im Q3 2017 lediglich 5 mio. tägliche Nutzer dazugewinnen konnte, waren es bei den Instagram Stories rund 50 mio.

In die Stories kommt nun also alles, was nicht in den Feed passt: Schnappschüsse, Selfie-Videos, Tutorials, Eigenwerbung usw. Dabei ist – zur Zeit – die Bildqualität nicht so entscheidend. Als Unternehmen kann man seinen Abonnenten so einen guten Einblick hinter die Kulissen eines Arbeitstages oder eines Events geben. Auch in Stories kann man Tags setzen. Es gibt beispielsweise auch Geotag-Stories: Wenn ich ein Bild in meiner Story mit dem Geotag “Wien” versehe, wird dieses in der Wiener Geotag-Story ebenfalls angezeigt und mein Profil wird darin verlinkt.

Seit einigen Monaten können Profile, die mehr als 10.000 Abonnenten haben, Links direkt in den Stories setzen (gekennzeichnet durch “mehr anzeigen” oder “swipe up”).

Analysieren und Strategien anpassen

Wie auch bei anderen Social Media Plattformen, ist es auf Instagram wichtig, sich selbst und seine Zielgruppe zu kennen. Im Businessprofil bekommt man bereits einen guten Einblick, wie die Zielgruppe tickt und vor allem, wann sie online ist. Diese Zeiten sollten verstärkt bespielt werden. Wenn man aus den Statistiken den idealen Postingzeitpunkt ausgelesen hat, kann beispielsweise mit der App Later (es gibt eine Desktop- und mobile Version) ein Plan für eine Woche oder ein Monat erstellt werden.

Außerdem zeigt Instagram in den Insights eine “Bestenliste” der Beiträge an, die nach Impressionen, Reichweite oder Interaktionen sortiert werden kann. So erkennt man auf den ersten Blick, welcher Content gut funktioniert hat und kann ähnliche Inhalte für sein Publikum zur Verfügung stellen.

Mit unseren oben genannten Tipps solltet ihr gut organische Reichweite aufbauen können. Welche Hilfsmittel es zusätzlich noch gibt, welche Apps euch helfen, das Optimum aus euren Profilen herauszuholen und wie ihr Ads auf eurem Instagramkanal wirksam schalten könnt und noch einige kleine Tipps und Tricks mehr, erfahrt ihr in unserem neuen Whitepaper, das wir euch zum Download bereitstellen.

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