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Lust auf Qwiki?

Wer viele Konzepte ausarbeitet und Präsentationen hält, weiß, dass sich diese am Besten anhand von Geschichteln vermitteln lassen. Mit Qwiki wird einem dabei nun geholfen.

Während What do you love? von Google eine Zusammenstellung aller Informationen aus dem Fundus von Google liefert und nach Diensten (Maps, Translate, Moderator, etc.) einzeln auflistet, erstellt Qwiki eine multimediale Präsentation daraus. Und zwar in einem optisch ansprechendem Design.

View Louis Monier and over 3,000,000 other topics on Qwiki.

Die wichtiste Quelle für Qwiki ist, wie bereits der Name suggeriert natürlich Wikipedia. Qwiki liefert Bilder, Grafiken, Karten, Texte und Videos und unterlegt die Daten mit Texten aus der Online-Enzyklopädie. Weiters fließen Google Maps, Youtube, Fotopedia und Wikimedia Commons in die Kurzpräsentationen ein. Durch ein Text-to-Speech System wird diese in Folge auch akustisch aufbereitet.

In der Alpha-Version finden sich ungefähr 3 Millionen Suchbegriffe, allerdings vorerst nur in englischer Sprache. Mithilfe und Ausbau von Seiten der User ist ausdrücklich erwünscht. Etwa kann man kann jederzeit in das Video eingreifen und die Präsentation verändern, um mit eigenen Bildern und Videos die Qualität und den Informationsgehalt zu verbessen. Natürlich lässt sich die Animation auch in Websites einbetten und per Mail, Facebook und Twitter an seine Freunde und Follower verbreiten.

Jetzt schon stellt das Start-up Entwicklern Widgets zur Verfügung, mit denen man unter anderem die Qwiki of the Day oder eine Übersicht an Qwikis zu einem bestimmten Thema in die eigene Website integrieren kann. In naher Zukunft ist geplant, eine Plattform ins Web stellen, die es jedermann erlaubt, seine Inhalte in Qwikis zu verwandeln. Besonders gespannt sind wir auf die Ankündigung, Qwikis mit Hilfe von Facebook Connect über die eigene Person zusammenstellen zu können - sozusagen der Heilige Gral aller Ego-Googler. Hinter dem Start-up steht Louis Monier, "Vater" der Suchmaschine Altavista, es bleibt also spannend, was sich noch entwickelt. Qwiki gibt es auch für das iPad im iTunes Store. Nach dem großen Erfolg der iPad App - 300.000 Downloads in den ersten zwei Wochen - sind auch Apps für Android und interaktives TV geplant.

Qwiki Screenshot

Einflussreiche Magazine wie The Next Web sehen die Zukunft von Qwiki innerhalb des Microsoft-Konzerns als optimale Ergänzung zur Suchmaschine Bing. CEO Doug Imbruce hat aber unlängst in einem Interview die Eigenständigkeit von Qwiki betont und somit die Gedankenspiele in das Reich der Fantasie verwiesen.

Wer sich jetzt schon auf ein Tool gefreut hat, das einem lästige Präsentation im Job oder Universität oder abnimmt, den muss ich jetzt enttäuschen. Die Präsentationen sind relativ kurz und können eine umfangreiche Recherche nicht ersetzen, aber die Art und Weise der Darstellung macht einem Lust auf mehr und eignet sich zB auch als Reiseplaner, wie es Qwiki bereits jetzt anbietet.

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