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Group Buying oder Geiz ist geil?

Was vor nicht allzu langer Zeit noch Amazon und Ebay waren, sind heute Groupon, DailyDeal, LivingSocial, Tippr, BuyWithMe und Co. Social Shopping ist in aller Munde und weltweit gibt es derzeit rund 30 verschiedene Anbieter, die mit Rabatten locken.
Wen wundert es also, dass Google nun ebenfalls auf den Group Buying-Zug aufspringt. Heute wurde über Mashable bekannt, dass Google einen neuen Service namens "Google Offers" plant, der Groupon Konkurrenz machen soll. Nicht dass Google nicht versucht hätte, den Schnäppchen-Anbieter um 6 Milliarden US-Dollar zu kaufen. Das Angebot wurde allerdings aufgrund mehrerer Gründe ausgeschlagen. Einserseits plant Groupon für das Frühjahr 2011 den Börsegang an der Wall Street, andererseits beträgt der geschätzte Marktwert des Unternehmens rund 15 bis 20 Milliarden US-Dollar. Tendenz steigend.

Offiziell heißt es demnach:

Google Offers is a new product to help potential customers and clientele find great deals in their area through a daily email.

Inoffiziell ist es wohl die nächste logische Konsequenz nach dem gescheiterten Übernahmeversuch von Groupon.

Das Prinzip dahinter

User erhalten per Mail oder über die Website täglich neue Deals und Specials. Die Liste ist lang und reicht von Designerkleidung über Wellnessangebote bis hin zu Restaurant- oder Kinobesuchen. Da kommt es schon mal vor, dass der potenzielle Kunde eigentlich gar keinen Bedarf hat, aber trotzdem schnell zuschlägt. Denn wer weiß schon, wann das nächste Angebot winkt.

Damit hat sich eine neue Generation von Schnäppchenjägern etabliert. Woher der Trend kam ist unschwer zu erkennen. In den USA boomt Group Buying bereits seit Jahren. E-Commerce war gestern, heute setzt man auf Social Shopping. Das Prinzip ist nicht neu, vom Geschäftsmodell her aber so einfach wie effizient. Je mehr Käufer sich für ein Produkt oder eine Dienstleistung entscheiden, desto niedriger der Preis. Ganz banal gesagt also ein Mengenrabatt. Der zusätzliche Anreiz für Anbieter: Auch aus nicht eingelösten Deals werden Einnahmen generiert.

Integration in Social Networks

Der nächste logische Schritt, um neue Zielgruppen zu erschließen ist für Schnäppchen-Anbieter mit Sicherheit die Integration in Social Networks. Unternehmen wie Walmart sind ja bereits seit längerem auch dort aktiv und bieten diverse Specials über Facebook an. Im Rahmen der aktuellen „Crowdsaver“-Kampagne wird zum Beispiel jede Woche ein neues Angebot vorgestellt. Einzige Bedingung für die User: Vorab muss eine bestimmte Anzahl an „Likes“ erreicht werden. Erst dann steht das Special auch tatsächlich zur Verfügung. Die Kombination aus Group Buying und Facebook hat mit Sicherheit ein großes Potenzial und ist noch nicht mal ansatzweise ausgeschöpft.

Uns interessiert natürlich eure Meinung. Kennt ihr weitere Beispiele für die Integration von Group Buying in Facebook oder anderen Netzwerken? Wie beurteilt ihr diesen Trend?

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