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E-Mails sind tot, es lebe die Social Inbox

Gestern Abend gab es wieder News. Aus Palo Alto. Das bedeutet, dass aus dem Facebook Headquarter Neuerungen an die Jünger kommuniziert werden. Wie schon erwartet, ging es dieses Mal um die Frage, ob Facebook dem Mitbewerb mit einem neuen Mailsystem das fürchten lehren wird.

Gemeinsam mit dem Entwicklungs-Direktor Andrew Bosworth stand Mark Zuckerberg mehr oder weniger Rede und Antwort. Doch es wäre nicht Zuckerberg, wenn er die Karten offen auf den Tisch legen würde. Kritischen Fragen wurde dezent ausgewichen, aber soviel wissen wir nun. Rund 15 Entwickler haben an dem Service im letzten Jahr gearbeitet. Es wird ein „modernes Messagingsystem“, das Mails, Chats, Nachrichten und E-Mail miteinander kombiniert und innerhalb der nächsten Monate zur Verfügung steht.

Alle Kommunikationsformen laufen künftig in der Social Inbox zusammen, wobei Nachrichten von Freunden und Kontakten eine automatisch höhere Priorität zugewiesen wird. Anstelle diese wie bisher chronologisch nach Datum zu ordnen, erfolgt die Sortierung nun nach Freunden.

Social Inbox

Messages können künftig nicht nur innerhalb des Netzwerkes versendet werden, sondern auch an Freunde, die noch nicht bei Facebook angemeldet sind. Entweder verbindet man seinen bereits vorhandenen Mailaccount mit Facebook oder man legt mit der persönlichen Vanity-URL und der Domain @facebook.com ein neues Postfach an. Auf die Frage, was mit den auf diese Weise neu generierten Mailadressen geschieht, wich Zuckerberg gekonnt aus. Es ist also damit zu rechnen, dass auch diese Neuerungen die übliche Datenschutzdiskussion auslösen werden, aber daran hat man sich ja bereits gewöhnt.

Ähnlich wie vor einem Jahr bei Google Wave können User über http://www.facebook.com/about/messages/ eine Einladung beantragen, um den Service zu nutzen und diesen dann an die persönlichen Kontakte weiter verteilen.

Mehrfach wurde außerdem betont, dass man keine Konkurrenz zu Google Mail darstellen, sondern die Kommunikation lediglich auf ein neues Level heben möchte. „E-Mails sind eine Einbahnstraße“, so Zuckerberg. Umso erstaunlicher, dass man dennoch nicht darauf verzichten möchte, alle 550 Mio. User künftig mit eben dieser auszustatten.

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