Skip to main content

Das gilt es beim Logodesign zu beachten

Dem Zensations Logo ein Redesign zu verpassen hat mich schon lange in den Fingern gejuckt. Die einzelnen Schritte und was dabei zu beachten ist lassen sich auf jeden Logodesignprozess übertragen und die möchte ich euch im Einzelnen kurz erklären.

Zielsetzung

Eine klare Zielsetzung ist das A und O beim Design. Es ist wichtig zu lernen und sich (und dem Kunden) die richtigen Fragen zu stellen.

  • Wo wird das Logo eingesetzt? (eher klein, eher groß, Print, Web, etc.)
  • Welche Information wird damit vermittelt? (Textliches z.B. Firmenname, Slogan?)
  • Welche Emotion soll transportiert werden? (Freundlich, Professionell, Konservativ, Streng, etc.)
  • Brauche ich eine Bildmarke, die auch ohne Text für sich stehen kann?
  • Wie sehen Logos des Mitbewerbs aus? Wie können wir uns abheben, aber als der Branche zugehörig zu erkennen bleiben?

Wir wollten, dass unser Logo eine Bildmarke aufweist, die uns auch ohne dem Text in Kontext setzt und sowohl in diversen Social Media Kanälen, als auch auf Drucksorten oder Give Aways auffällt. Die Bildmarke soll für sich alleine stehen können und dabei einen hohen Wiedererkennungswert aufweisen. Zensations soll dabei ruhig, modern und professionell auftreten.

Skizzieren

Ganz klassisch und zwar mit Stift und Papier. Das macht den Geist frei, geht schnell und ermöglicht so den direkten Austausch mit Kollegen wenn man seine Ideen schnell bei einem Meeting kommunizieren möchte. Wir haben auch hier sehr viel gekritzelt! Wichtig: Es muss nicht perfekt sein. Es geht darum seine Ideen auszuprobieren und festzuhalten.

Umsetzung

Im Illustrator wird die Skizze in Vektoren umgesetzt. Schnell wird klar, dass es auch hier noch etliche Variationsmöglichkeiten gibt. Wichtig ist bei diesem Schritt, dass man das Logo auch mal in 2 verschiedenen Größen ausdruckt und sich ansieht ob irgendwo Probleme entstehen. Wenn zum Beispiel der Slogan nicht mehr gut lesbar ist, muss bei kleinerer Darstellung eine Variante mit etwas größerer Schrift gestaltet werden. Oder man wählt generell einen besser lesbaren Font. Viele kritische Entscheidungen müssen in Zuge dessen getroffen werden.

Reinzeichnung

Jetzt gehts ans Eingemachte. Natürlich sollte man auch bei der Umsetzung kein Schlampertatsch sein. Aber hier gehts um die ganz feinen Dinge, die den Unterschied zwischen einem guten Logo und einem gratis Online Logo Template ausmachen. Das Kerning passiert hier. Strichstärken werden angeglichen und Abstände nach dem kleinsten gemeinsamen Nenner gemessen und festgelegt. Alle Elemente haben einen fixen Platz und sind aneinander ausgerichtet. Nicht vergessen, die Farben werden nochmals zu prüfen! Und zwar nicht nur optisch. Wir wollen keine CMYK-Werte mit Kommazahlen.

Ich mache es immer so, dass ich die Datei mit der Endung „Offen“ für mich abspeichere. Hier sind die Konturen und Texte noch offen und angreifbar. Das Logo, das verwendet wird sollte auf keinen Fall mehr über diese Optionen verfügen! Wenn jemand eine andere Version der Schrift hat, oder das Logo falsch skaliert, kann hier viel Unheil passieren. Hier richte ich das + genau mittig über der ersten vertikalen N Linie aus.Die Linienstärke der Bildmarke entspricht dem "I" von Zensations Also: Alles markieren (cmd + A) und im Menü mit „Objekt“ -> „Umwandeln“ genau das tun. Alle 3 Checkboxen (Objekt, Fläche, Kontur) sollten angecheckt sein wenn sie zur Verfügung stehen.

Wenn das Logo steht, können verschiedene Varianten für unterschiedliche Zwecke erstellt werden(Querformat, Auf dunklem Hintergrund, für ganz kleine Darstellung, mit Slogan, nur die Bildmarke, …).Endungen übersieht man leicht, sind aber wichtig! Das kann erst gemacht werden sobald die Konturen in Flächen umgewandelt wurden. Achtung an alle Designer: Alles was ihr nicht selbst macht, bastelt sich der Kunde. Und das kann niemand wollen.

Wird nicht veröffentlicht